Radio | Aufzeichnung von meinem Auftritt im FM4-Jugendzimmer Mitte Januar online!

Es wächst zusammen, was zusammen gehört: Der Georg und die Medien! :D

Am 14. Januar 2011 war ich mit meiner lieben Kollegin und Freundin Gabi Grunt im FM4-Jugendzimmer zu Gast. Thema war – wie könnte es anders sein – Beziehungsfördernde Kommunikation (Dort haben wir es beim offiziellen Namen “Gewaltfreie Kommunikation” genannt).

Jetzt endlich hab ich die Aufzeichnung der gesamten Sendung auf Youtube hochladen können. Hier ist sie:

YouTube Preview Image

Wenn ihr auf diesen Link hier klickt, könnt ihr die ganze Playlist, mit Musikstücken zwischendrin und allem Pipapo auf Youtube anschauen.

Meine Reflexion

Jetzt, wo ich die Aufzeichnung nochmal anhöre, schlagen zwei Seelen in meiner Brust.

Der eine Teil feiert einfach.

Er freut sich, dass es uns überhaupt vergönnt war, so viel und so ausführlich in einem großen österreichischen Medium über dieses Thema Gewaltfreie Kommunikation zu reden, das mir und so vielen anderen so am Herzen liegt. Und damit viele Menschen hören zu lassen, dass es so etwas überhaupt gibt.

Er feiert die Zusammenarbeit mit Gabi, die ich als sehr nährend, synergetisch und verbindungsreich erlebt habe. Wie wir uns – zum Beispiel mit Ideen zu Gewaltfreier Kommunikation per E-Mail – immer wieder gegenseitig den Ball zugespielt haben. Dass ich darauf vertrauen konnte, dass wenn mir gerade nichts einfällt zu sagen, ich immer an die Gabi weiterleiten kann. Und wie wir uns die Aufzeichnung bei ihr zu Hause gemeinsam angehört und intensiv reflektiert haben.

Und dann gibts den Teil, der innerlich ein wenig “gnatsch” macht.

Der hört mich in der Aufzeichnung ein paar mal von “der anderen Person Empathie” reden und sieht selber, dass ich die Anrufer selber ganz selten gefragt hab, wie es ihnen selbst mit der Situation geht und was ihre Bedürfnisse sind. Und da bin ich so ein wenig frustriert, weil mir einfach wichtig ist, das zu leben, was ich anderen empfehle. Und ich bin traurig, weil ich wirklich gern spürbar gemacht hätte, was die Kraft von BFK, dieser Arbeit, die ich so schätze, ist. Dass es eben nicht “nur” eine Kommunikationsmethode ist, sondern viel viel mehr.

Eine Lebenshaltung.

Ein Weg, mit Mitmenschen im Alltag auf einer viel qualitativeren Ebene im Kontakt sein.

Etwas, das vielen Menschen – und mir selbst – Hoffnung gibt, dass wir die Probleme, die wir auf der Welt haben, noch rechtzeitig lösen können, bevor die Krisen der Welt uns in ein “dunkles Zeitalter” führen.

Ja, dass es wirklich auf tiefer Ebene etwas ganz anderes ist, als das nächste Verkaufstraining oder Verhandlungsseminar.

Ja, wie kann ich das in einer Radiosendung wirklich begreiflich machen?

Ideen? Meinungen?

Freu mich auf den Austausch mit euch! :)

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3 Antworten auf Radio | Aufzeichnung von meinem Auftritt im FM4-Jugendzimmer Mitte Januar online!

  1. Helmut Burger sagt:

    Hallo Georg,

    super Beitrag! Ich finde Deine Arbeit und Deinen Einsatz im Rahmen der GFK. einfach genial. Beim Jokers – Verlag habe ich ein geniales Hörbuch über die GFK. um einen sehr günstigen Preis erstanden.
    Das ist einfach super, ich kann dieses Hörbuch immer und immer wieder anhören, einfach unglaublich.
    Euer Beitrag im “Jugendzimmer” ist ein guter Anstoß. Ich als Theologe denke das wäre vielleicht auch für die Kirchen eine gute Methode zumindest zumindest einen Teil ihrer Vorstellungen von Moral umzusetzen. Eine gute Ethik also, die sich mit dieser Methode realisieren lässt. Endlich einmal nicht nur Forderungen sondern auch konkrete Wegweisungen wie dies in der Praxis möglich sein könnte. Natürlich braucht es für dieses Verhalten Beherrschung der Gefühle, etc., also Tugend.

    LG. Helmut

    • georg tarne sagt:

      Lieber Helmut,

      vielen Dank für die Blumen. :)

      Das mit den konkreten Wegweisungen für die Ethik, die du ansprichst: Das ist auch etwas, das ich an der GFK so ansprechend finde. Sie zeigt nicht nur, was in Beziehungen und Konflikten schief gehen kann (was viele Beziehungsratgeber ausgezeichnet tun), sondern sie gibt auch wirklich konkrete, im Hier und Jetzt umsetzbare (und praktikable!) Wegweisungen, WIE man das denn machen kann (wo viele Beziehungsratgeber sich eher mit frommen Ratschlägen begnügen, die man eh nicht umsetzt, oder die zu Kompromiss statt Konsens führen).
      Und ja, es braucht für dieses Verhalten die Bereitschaft, immer öfter mal zwischen Aktion und Reaktion eine Reflektions-/Nachspürpause einzulegen. Nicht “ich hab keine Wahl, wenn der/die so etwas macht, dann kann ich doch nur …” sondern “Woah, der/die macht grad was, das mir ur nicht taugt. Puh. Wie gehts mir denn damit? Was brauche ich? Was kann ich machen, das ich nachher nicht bereue, das meinen Werten wirklich entspricht und das wirklich authentisch ist?”

      In dem Sinne,
      vlg georg :)

  2. Anonym sagt:

    Ich mag auch kurz meinen Senf dazugeben.
    “Beherrschung der Gefühle” ist mir auch stachelig ins Auge gesprungen. Annehmen der Gefühle finde ich viel treffender. :-) Grüßlis!

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